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Tinkerville Blues

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Die Einreichungen zum ICOM-Preis 2026 (46)





Tinkerville Blues
von Michael Mikolajczak und Andreas Möller
(Kult Comics)


Tinkerville ist eine Kleinstadt im Nirgendwo, aber eine, die ihre Menschen nie wirklich gehen lässt. In diesem Band führen Michael Mikolajczak und Andreas Möller durch Episoden aus den Jahren 1940 bis 1973, die zunächst für sich stehen und sich dann immer enger zu einem düsteren Geflecht verbinden. Da sind Kinder, die von Aufbruch und Freiheit träumen, Männer, die vom Krieg gezeichnet sind, Familien, in denen Schweigen schwerer wiegt als jedes Wort, und Figuren, die sich gegen Herkunft, Gewalt, Schuld und die Enge des Ortes stemmen. Über allem liegt die Ahnung, dass in Tinkerville nichts einfach vergeht, sondern alles Spuren hinterlässt. Gerade das macht den Reiz dieses Buches aus: Jede Geschichte öffnet eine neue Tür, jede Figur trägt ihr eigenes Geheimnis, und nach und nach wächst aus vielen einzelnen Momenten das Porträt einer ganzen Gegend. Ein Comic voller Staub, Hitze, Erinnerung und stiller Bedrohung, der tief in eine amerikanische Provinz blickt und dabei sehr genau von Sehnsucht, Verlust und Überleben erzählt.






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